Gestern habe ich über Cornf(l)akes gebloggt und dass Bioprodukte authendischer wirken, wenn auch die Werbebilder auf den Verpackungen authentisch sind.
Wie man rein natürliche Produkte ohne Biosiegel vermarkten kann, erkennen wir an diesem Tee (andere Teesorten gelten genauso).
1. Mit dem Markennamen, der übersetzt "Von der Natur" bedeutet, ist schon mal ein guter Blickfang gelungen.
2. Was man auf dem Bild nicht sehen kann: Oben ist ein kleiner Teil ausgeschnitten, so dass man in die Packung hineinsehen kann. Man erkennt sofort, dass die Teebeutel extra verpackt sind, damit das Aroma länger hält.
3. Die Zutatenliste ist kurz und besteht aus ausgeschriebenen, sinnergebenden Worten ohne Zahlen dahinter. Es sind alle Fruchtsorten genannt und sonst nix: keine Zusätze.
4. Die Packung selbst lässt sofort erkennen, was der Hauptbestandteil des Produktes ist (was Menschen, die schlecht lesen können, oder die Sprache nicht verstehen Erleichterung verschafft): Brombeeren. Selbst aus den Weiten meines Vorratschrankes erkenne ich diese Teesorte im Dämmerlicht.
5. Alle Importfirmen sind hinten in einer Tabelle mit Telefonnummer und kompletter Adresse aufgelistet, damit man nachvollziehen kann woher der Tee bzw. seine Zutaten kommen. Mehr Transparenz braucht man nicht.
Tee (wirklich Tee und nicht dieser blöde Instant-Quatsch, auch Krümmeltee genannt) braucht keine Zusatzstoffe: weder Zucker, noch Farbe oder Aromen (Grüner Tee mit Vanille) und schon gar nicht haltbarkeitsverlängernde Zusätze.
Tee braucht auch keine umständliche Verpackung mit bunten Bildchen und vielen wellnessbeschwörenden Formeln. Auch bei Gesundheitstees wird da gern übertrieben. Was aber hier immer wieder interessant ist: Was bewirkt eine bestimmte Blumen- Früchte- oder Kräuterart im menschlichen Körper? Da könnten die Firmen auf der Verpackung ruhig mal detailierter ausschweifen und vor allem informativer gestalten.
Dass bei einigen Teesorten die Firmen "Bio" draufschreiben, ist übrigens dann eher werbefördernd gedacht. Selbst der billige ALDI-Tee hat bei den einfachen Sorten, wie Kamille-, Hagebutte- oder Pfefferminztee als Zutatenliste keine Zusatzstoffe vorzuweisen.
Die Bezeichnung "Bio" und diverse Gütesiegel haben immer noch nicht die gewünschte Klarheit geschafft. Marketingtechnisch gesehen wird dieser Begriff teilweise ausgenutzt, um "Bio-Anfänger" zu irritieren. Dabei ist es ganz einfach:
Ignoriert man jegliche Symbole und "Stempel" auf Verpackungen und beschäfftigt sich mit der Zutatenliste, bzw. mit der Firma, die das Produkt herstellt, dann kann man sicher selektieren. Wer "Bio" will, muss noch ein wenig mehr dafür tun, als nur das zu kaufen, was andere als "Bio" deklarieren.
Wie man sieht, gibt es Produkte die "Bio" sind, obwohl nichts extra ausgeschrieben wird. Also Augen auf beim Nahrungsmittelkauf.
Übrigens möchte ich noch erwähnen, dass ich eine erstaunliche und doch freudige Entdeckung gemacht habe: dm-Drogeriemärkte haben Einkaufswagen mit einer großen Lupe, damit Inhaltsstoffe auf der Verpackung besser gelesen werden können. Das sagt viel über die Firma und ihre menschlichen Wertvorstellungen aus, aber der ehemalige dm-Geschäftsführer und Gründer Götz Werner hat da sowieso sehr schöne Ansätze. Ich sage nur bedingungsloses Grundeinkommen.
Ich Denke, also bin ich! Mir geht viel im Kopf herum und, typisch Frau, fange ich an zu analysieren. Dabei entstehen ganz eigene Gedankengänge, meist sarkastisch angehaucht und mit etwas Ironie vervollständigt. Meine Welt ist anders als Deine, aber ab und zu trifft man sich auf einer Ebene und hier beginnt unsere Reise in "susannalyse" - vom Sinn und Unsinn im Leben.
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