Im folgenden Beitrag von www.alles-schallundrauch.blogspot.com habe ich diesen schönen Artikel gefunden und in vielen Punkten eine Übereinstimmung mit meiner Denkweise festgestellt: Gewaltloser Widerstand wird völlig missverstanden.
Viel muss ich dazu nicht sagen, aber ein paar Beispiele geben, wo man gewaltlos seinen Protest zum Ausdruck bringen kann.
1. Markenprodukte nicht kaufen, Alternativen nutzen
Viele Markenprodukte, die wir tagtäglich konsumieren, haben vor allem eins im Sinn: mehr Profit als nötig, Abhängigkeiten beim Konsumenten erzeugen und Ausbeutung von wirtschaftsschwachen Ländern bzw. Menschen (hier empfehle ich erneut die Seite konsumpf.de für mehr Informationen). Verzicht auf den Kauf dieser Produkte schwächt deren Kalkulation und kann zu wirtschaftlichen Schwierigkeiten bis zum Bankrott der Ausbeuter selbst führen. Natürlich müssten da sehr Viele darauf verzichten, um solch einen deutlichen Effekt zu erzielen, aber wenn niemand anfängt (und dadurch Weitere folgen), passiert gar nichts.
2. Es muss nicht immer das Neuste sein
Der Drang immer mit anderen mitziehen zu wollen und "In" zu sein, kann nicht nur kostspielig werden, sondern schadet der Umwelt. Ressourcen werden unnötig verbraucht und nach einem Jahr entsteht überflüssiger Müll, der wieder entsorgt werden muss.
Übrigens: für die einen ist es Müll, für die anderen die Möglichkeit, noch etwas daraus zu machen. Wer es einfach nicht lassen kann unbedingt etwas auszuprobieren, was der Markt gerade ausspuckt, sollte Ressourcen nutzen, die schon vorhanden sind und sich in etwas Geduld üben oder aber noch besser, den Drang einfach mal widerstehen, denn oft erfüllen solchen neuen Dinge nichts, außer noch mehr Bequemlichkeit. Wahren Nutzen für das Überleben steckt schon lange nicht mehr drin.
3. Seine Rechte kennen
...und vor allem keine Angst haben, diese zu nutzen. Aus Unwissenheit und Einschüchterung angeblicher Authoritäten weiß man oft nicht, was man darf und was rechtswidrig ist. Da gilt es vor allem, sich zu informieren (Hinweis: mehrere Quellen nutzen). Und oft ist "Verweigerung" sogar das Richtige, denn dein Leben darf man dir deswegen nicht nehmen. Ganz am Ende eines Prozesses steht nämlich nur eins: die Existenz des Menschen ist sein einziges Gut, und dessen Zerstörung ist strafbar. Selbst sollte man aber "sauber" bleiben und die Existenz des Anderen bewahren.
4. Nicht auf Andere schauen
"Aber der ändert doch auch nichts." ist ein Beweis für Bequemlichkeit und eine schlechte Eigenschaft. Nicht alles ist leicht und nicht jeder möchte sein bequemes Leben aufgeben, weil andere ja schließlich auch nicht den schweren Weg wählen. Resignation und Passivität ist das Gleiche und oft ruhen sich solche Menschen gern darauf aus: weil sie vielleicht Angst haben, aufzufallen, oder ungeliebt zu werden, oder als seltsam abgestempelt zu werden, diskriminiert oder ausgeschlossen zu werden etc.
"Was andere tun, interessiert mich nicht", hat man doch als Kind schon oft von der eigenen Mutter zu hören bekommen, damit wollte diese nicht sagen: schau nicht hin, sondern denk nach und mach es besser. Gegen jemanden zu "wettern" verbraucht nur unnötige Worte (muss ich mir oft selbst sagen), belehren lassen sich nur die Wenigstens: also fang bei dir an und sei ein gutes Beispiel ohne die Erwartung, dass Andere es dir Gleich tun.
5. Gib nicht auf
Wer vorzeitig aufgibt, erscheint irgendwann nicht mehr glaubwürdig und wird angreifbar. Wenn du hinter etwas stehst, dann mit beiden Beinen ganz tief verwurzelt. Damit meine ich nicht, gute Argument einfach abzuschmettern (denn nicht immer liegt man richtig), aber nach Abwägung, genug Information und Überzeugung für das "Lebensfreundliche" (also menschenfreundlich, nicht existenzbedrohend, nicht verschwenderich, gesund) ist es deine Aufgabe, dich nicht beirren zu lassen und dafür zu kämpfen. Es werden sich Viele gegen dich stellen und dir schaden wollen, aber wenn du fällst, dann wenigstens mit einem guten Gewissen und reinem Herzen.
Was du jetzt daraus machst, ist dir allein überlassen. ![]()
Ich Denke, also bin ich! Mir geht viel im Kopf herum und, typisch Frau, fange ich an zu analysieren. Dabei entstehen ganz eigene Gedankengänge, meist sarkastisch angehaucht und mit etwas Ironie vervollständigt. Meine Welt ist anders als Deine, aber ab und zu trifft man sich auf einer Ebene und hier beginnt unsere Reise in "susannalyse" - vom Sinn und Unsinn im Leben.
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