Seit 1. August ist Ramadan und alle Moslems fasten 30 Tage lang, um eine der 5 Säulen des Islams zu praktizieren. Dabei dürfen sie von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang nichts essen, trinken, rauchen oder anderen weltlichen Ablenkungsmöglichkeiten nachgehen, sondern sich einzig und allein mit ihrem Glauben durch Gebete und lesen des Korans intensiv beschäfftigen. Natürlich kann sich nicht jeder nur auf das Beten beschränken, denn arbeiten und Geldverdienen muss auch ein Moslem. Da wird sich hart durchgekämpft. Alles läuft etwas langsamer und wenn der Ezan zum Sonnenuntergang erklingt wird es auf einmal überall lauter und regsamer. Das Fasten darf gebrochen werden.
Doch Ramadan ist nicht nur ein Fasten, um seinem Glauben den nötigen Nachdruck zu verleihen, vielmehr soll er die Möglichkeit geben, an die Armen und Hungernden zu denken, nachzuempfinden, wie es ihnen tagtäglich ergeht und sich bewußt werden, dass es mehr gibt, als das, was unser doch bequemes Leben im Alltag bietet.
Ich schließe die Tür hinter mir und lasse die alltäglichen Lasten wie eine schwere Tasche von meiner Schulter gleiten. Die Schuhe sind schnell abgestreift und der Boden unter meinen Füßen fühlt sich wieder sicherer an.
Die Vertrautheit umarmt mich, küsst meine Stirn und bittet mich herein.
Ich Denke, also bin ich! Mir geht viel im Kopf herum und, typisch Frau, fange ich an zu analysieren. Dabei entstehen ganz eigene Gedankengänge, meist sarkastisch angehaucht und mit etwas Ironie vervollständigt. Meine Welt ist anders als Deine, aber ab und zu trifft man sich auf einer Ebene und hier beginnt unsere Reise in "susannalyse" - vom Sinn und Unsinn im Leben.
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